Die fabelhaft bunte Welt des Retrodepots

22. September 2020

RETRODEPOT – MAGDEBURG

Dingdong, macht es, als ich den Laden von Maria betrete. Er liegt etwas versteckt, doch mitten im Stadtfeld-Kiez, gleich gegenüber der Getränkefeinkost. Farbenfroh empfängt mich ihr kleines Geschäft mit allerlei kleinen Besonderheiten. Bunte Beutel, wunderschöne Taschen und Postkarten. Gleich daneben ein Tisch mit Stiften, Ansteckkbuttons, Aufklebern und anderen Papeteriewaren. An den fein illustrieren Bechern, die im alten Vintageschrank stehen, kommt man ebenso wenig vorbei, wie an den tollen Rucksäcken und den schönen Milchkrügen. Ein buntes Sammelsurium aus den unterschiedlichsten Dingen und überall wohin man schaut, farbenfrohe Stoffe oder Shirts, Kleider und Mützen aus eben diesen.

„Ich nehme alles im Laden mit auf, was mir begegnet und was mich begeistert.“

„Ich habe immer das gemacht, worauf ich Lust hatte und wo der Weg mich hingeführt hat.“

Genau so bunt und lebensfroh wie ihr Laden, ist Maria selbst. Strahlend sitzt sie mir gegenüber, erzählt von sich, ihrem Leben mit 3 Kindern und wie alles mit dem Retrodepot angefangen hat. „Eigentlich habe ich was ganz anderes gemacht. Hatte studiert und dann aber Kinder bekommen.” Und für eben diese hat sie angefangen Kindersachen und Mützen zu nähen, aus schönen Stoffen mit Retromustern. Dann fragten ihre Freunde, ob sie auch für sie was nähen würde und dann die Freunde der Freunde.  Irgendwann ging sie in Produktion, weil die Nachfrage nach den schönen „Wende”-Mützen so groß war. Diese haben einen ganz besonderen Schnitt und sind aus dehnbarem Jersey genäht, damit sie eben nicht nur eine Saison getragen werden können.

Genau damit hatte Maria, den Nerv der Zeit getroffen. Sie hat Schnitte entwickelt, die mitwachsen. „Irgendwann brauchte ich Platz, nicht nur zum Nähen, sondern auch für all die schönen Stoffe.” In der Immermannstraße eröffnete sie dann einen kleinen Laden und fing an, ihre Sachen auf Märkten zu verkaufen. Das lief so gut, dass sie 2015 in die Lessingstraße gezogen ist. Hier ist einfach mehr Raum für Ideen, die vielen schönen Stücke und ihre kleine Schneiderwerkstatt. Maria näht nicht mehr alle Sachen selbst. Eine gelernte Schneiderin geht ihr zur Hand und unterstützt sie. Denn längst sind die vielen Bestellungen und die Ware für den Laden nicht mehr von einem allein umzusetzen. „Aber ich entwerfe und schneide alles nach wie vor selbst zu. Auch die Stoffkombinationen kommen immer aus meiner Hand.“ Genau das ist es ja auch, was die Sachen aus dem Retrodepot so unverwechselbar machen.

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag: geschlossen
Dienstag: 11 – 18 Uhr
Mittwoch: geschlossen
Donnerstag: 11 – 18 Uhr
Freitag: 11 – 16 Uhr
Samstag: 11 – 13 Uhr
Sonntag: geschlossen


LAGE/KONTAKT

Lessingstraße 19
39108 Magdeburg

Tel. 0391. 55 93 41 47

www.retrodepot.de

Mit den feinen besonderen Kleinigkeiten, Taschen und Spielsachen rundet sie ihr Angebot ab. „Die vielen kleinen Dinge im Laden habe ich dann einfach nach und nach mit hinzu genommen.“, sagt sie. Und auf die Frage, wo sie denn diese besonderen Produkte findet, fangen ihre Augen wieder an zu strahlen. „Ich nehme alles im Laden mit auf, was mir begegnet und mich begeistert.“ Die vielen, meist kleinen Labels sieht sie oft auf ihren Reisen oder auch im Internet. Und dann zeigt sie mir den feinen handgefertigten Schmuck von einem kleinen Berliner Label und sagt schmunzelnd „Ich bin ja so eine Schmuck-Else.“ Und in dem Moment versteht man auch das bunt gemischte Konzept. Das Retrodepot könnte auch Marias Lieblingststücke heißen.

Auf die Frage, was für Träume oder Wünsche sie noch hat, sagt Maria zu mir: „Alles ist genau so, wie ich es mir wünsche, und wenn es nicht mehr so ist, verändere ich eben etwas.“

MELI

„Ein Besuch im Retrodepot ist immer eine Entdeckungsreise, denn hier findet man in jeder Ecke besondere Stücke – für die Liebsten oder sich selbst.“

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