Geheimt(r)ipp Halle (Saale) Teil 1 – unsere 8 Lieblingsorte

15. August 2020

GEHEIMTIPP HALLE (SAALE)

Auf Geheimtripp unterwegs. Anstatt in die Ferne zu schweifen, führt die Reise uns heute nach Halle an der Saale, in die größte Stadt Sachsen-Anhalts mit einem beeindruckenden Altstadtkern, einem ausgeprägten Kulturangebot, Parkanlagen und zahlreichen Cafés und Restaurants. Die historische Altstadt besticht durch ihren architektonischen Charme. Häuser aus der Gründerzeit reihen sich an Bauten der 70er Jahre, und zwischendurch sorgen moderne Bauten für Kontrast.

Halle – die Stadt der Kunst

Die Kunsthochschule Burg Giebichenstein, die Stiftung Moritzburg Halle mit dem Kunstmuseum und die vielen Studenten prägen die Stadt und verleihen ihr ein besonderes Flair. Überall finden sich kreative Konzepte, Kunst in den engsten Nischen und Menschen mit außergewöhnlichen Ideen.

Wir gelangen vom Paulusviertel ins Zentrum der Stadt. Unser Weg führt uns dann direkt in die Große und die Kleine Ulrichstraße. Besonders die schönen Cafés und hippen Lokale begeistern uns sofort – so verschieden und so urgemütlich. Ob in Fensternischen sitzend oder auf begrünten Terrassen, es lässt sich einfach überall leicht entschleunigen, obwohl man in einer großen Stadt ist. Das kulinarische Angebot ist riesig, unser Hunger auch. Wir gehen auf Entdeckungstour:

“Halle ist viel mehr als Händel und Halloren.
Die Stadt versprüht einen unverwechselbaren kreativen Charme, der uns nicht mehr los lässt.”

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1. The Shabby

Der Geheimtipp, wenn es um den perfekten Start in den Tag geht. Das Frühstückslokal mit gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre lädt zu Pancakes, Stullen, Smoothies und Mittagskarte in das schöne Paulusviertel der Stadt. Mit knurrendem Magen sind wir nach Halle gefahren und hatten nicht vorbestellt. An die Reservierung hätten wir denken müssen an diesem Bilderbuchsommertag, denn das The Shabby ist zu Recht äußerst beliebt. Schade. Was aber den Gästen serviert wurde, sah sehr ansprechend aus. Wir kommen also wieder!

2. 7 Gramm Café

Direkt am Unigelände und in unmittelbarer Nähe zum Neuen Theater und dem Puppentheater findet man das 7 Gramm Café. Im modernen aber gemütlichen Industrieambiente trifft man Studenten genauso wie Künstler und junge Familien. Wem es morgens schon nach einem hausgebackenen Kuchen (auch vegan) oder nach frisch zubereiteten Panini ist, der kann hier seinen Tag beginnen. Natürlich darf der perfekte Kaffee nicht fehlen, denn dafür ist das 7 Gramm bekannt. Für uns gab es ein saftiges Browniestück mit zart schmelzender Schokoladenglasur und den so hochgelobten Karottenkuchen. Einfach großartig! Gleich nebenan könnt ihr euch die Mittagszeit im „7 Kullern“ mit einem Eis versüßen. Wie wäre es mit einer Kugel Quark-Granatapfel?

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3. Feingemacht

Constanze Hosp und Nadine Podewski – beide Absolventinnen der Burg Giebichenstein – haben im letzten Jahr eine großartige Idee in die Tat umgesetzt. Sie bieten mit ihrem Laden regionalen Künstlern die Möglichkeit, ihre Designprodukte auszustellen und zu verkaufen. Man findet hier handgefertigte Produkte und Kleinserien, größtenteils von Absolventen der Kunsthochschule. Ihre Arbeiten, wie Papeterie, Grafiken, Schmuck & Keramik, werden hier geschmackvoll in Szene gesetzt. Wir bleiben für eine Weile und schauen uns die kreativen Arbeiten an. Natürlich ist auch für uns etwas dabei. Es lohnt sich auf jeden Fall, etwas Zeit mitzubringen. Die Auswahl ist groß.

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4. Roots

Eine kulinarische Empfehlung, die wir von vielen Seiten schon erhalten haben, ist das Roots. Zu finden am Ende einer Seitengasse der Großen Ulrichstraße, etwas versteckt. Im gemütlichen Innenhof suchen wir uns einen Platz. Eine Mittagskarte gibt es nicht. Die kleine, täglich wechselnde Auswahl, findet man auf einer Tafel direkt am Tresen. Schlicht und reduziert eingerichtet sitzt man im Lokal auf zwei Ebenen. Was mittags eher ein kleines aber feines Bistro mit reduziertem Angebot ist, überrascht am Abend mit einer umfangreicheren Karte. Wer liebt nicht den gemütlichen Tagesabschluss mit köstlichem Essen, Wein und in guter Gesellschaft?

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5. Ausstellung Karl Lagerfeld . Fotografie

Auch wenn nur auf Zeit, ist die Ausstellung im Kunstmuseum Moritzburg etwas ganz Besonderes. Sie ist die weltweit erste Retrospektive zur Fotografie Karl Lagerfelds und die erste umfassende Werkschau in Mitteldeutschland. Sie präsentiert Lagerfelds vielfältige Interessensgebiete, darunter Architektur, Landschaft, Abstraktion, Porträt, Selbstporträt und Modefotografie – sowohl seine Werbekampagnen als auch Editorial-Shoots für bedeutende internationale Modezeitschriften und seine freien Arbeiten. Einige der ausgestellten Werke sind erstmals überhaupt öffentlich zu sehen! Und auch wenn wir ausgerechnet an einem Mittwoch in Halle waren und das Museum an diesem Tag geschlossen hatte, wurden wir im Innenhof von übergroßen Stelen mit Selbstporträts des Künstlers empfangen, der hier beeindruckend in Szene gesetzt wird.

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6. Café Ludwig

Weil uns nach einem frischen kühlen Getränk ist, besuchen wir noch das Café Ludwig im Paulusviertel. Wir bestellen unser Getränk im Café und schauen uns die mit alten Bildern schöner Frauen tapezierten Wände an. Überhaupt gleicht der Besuch im Café einer kleinen Zeitreise, denn man fühlt sich ein bisschen wie in die 50er oder 60er Jahre zurückversetzt. Wer wohl schon alles auf dem Klavier gespielt hat? Das Café Ludwig ist nämlich nicht nur ein »einfaches« Café, sondern bekannt für seine kulturellen Veranstaltungen, wie Lesungen und Konzerte, Weinabende und Whisky-Tastings.

Wir genießen noch die ruhige schöne Atmosphäre im kleinen Gärtchen vor dem Haus und bemerken wieder einmal, wie toll und vielseitig Halle doch ist.

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7. Café Kuckhoff

Das Café Kuckhoff in einem der ältesten Gründerzeithäuser im Paulusviertel wurde uns von einer Freundin empfohlen und setzt auf Regionalität und Nachhaltigkeit. Noch jung und kürzlich erst eröffnet, hat es sich schnell zu einem absoluten Geheimtipp entwickelt. Beim Betreten des Cafés fallen uns sofort die aufwendig auf Wände gemalten Blumenranken auf  (Foto unten). In liebevoller Handarbeit. Man hat das Gefühl, man sitzt mitten im Grünen. Der feine hausgemachte Kuchen sieht wirklich sehr ansprechend aus. Wir lassen uns wieder einmal den Karottenkuchen in anderer Ausführung & die Beerentorte schmecken.

Zur Sicherheit sollte man aber einen Platz reservieren.

8. Bunte Eisträumerei

Zu einem warmen Sommertag gehört ein gutes Eis. Auf dem Weg nach Hause kommen wir an der „Bunte Eisträumerei“ in Halle Trotha vorbei. Heiko, der Betreiber, überrascht uns mit einer großen und außergewöhnlichen Auswahl (24 Sorten). Holunderblüten-Sorbet, Gurken-Eis oder Rote Beete mit Pfeffer, eine Menge wilder Kreationen. Aber auch Schokoladen- und Erdbeereis findet man hier in dem kleinen Eckladen. Bunt sind hier übrigens nicht nur Eis und Fliesen, sondern  auch die Tafel, auf der man sich verewigen kann.

Meli & Anja

Halle hat so viel zu bieten. Unsere Entdeckungstour werden wir jedenfalls fortsetzen.

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